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Marc Lauterfeld
(DIAS-Mitglied)

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DIAS Schriftenreihe: Völkerrechtliche Stellung von internationalen Terrororganisationen

Lars Mammen
Völkerrechtliche Stellung von internationalen Terrororganisationen
2007, ca. 350 S., brosch., ca. 56,– EURO, ISBN 978-3-8329-2778-3
(Düsseldorfer Schriften zu Internationaler Politik und Völkerrecht, Bd. 4)

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Erstellt am: 02.06.2005 Autor: Daniel-Philippe Lüdemann Status: Bisher nicht definiert

Von der Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Non-governmental Organisations

Non-governmental Organisations (NGO´s) sind inzwischen auch in der Bundesrepublik Deutschland zu einem wichtigen Faktor der Politik geworden, auch wenn sie nicht direkt mitreden dürfen. Als bestes Beispiel sei hier die Arbeit von Amnesty International erwähnt. Die Organisation registriert global Menschenrechtsverletzungen und setzt über den Umweg der Medienpräsenz die Politik in ihrem Handeln unter Druck. Dabei stellen die NGO´s praktisch die „Dritte Kraft“ dar zwischen dem Staat, dessen Sphäre sie ja schon begrifflich nicht angehören (Non-governmental) und dem Bereich der marktwirtschaftlich handelnden Organisationen, dem die klassischen NGO´s (vor allem im angloamerikanischen Raum) per üblicher Definition ebenfalls nicht angehören. Dort werden NGO´s auch als „Non-profit Organisations“ bezeichnet.

Bei ihrer Arbeit profitieren die NGO´s, zumindest in Deutschland, vor allem von zwei Faktoren: Erstens genießen sie aufgrund ihrer Unabhängigkeit sowohl vom Staat als auch vom Markt einen erstklassigen Ruf. Aufgrund dieser Unabhängigkeit ist es diesen Organisationen möglich sich ihre Verhandlungspartner auszusuchen und sich innerhalb ihres jeweiligen Tätigkeitsgebietes nicht auf „Deals“ oder andere Kungeleien einlassen zu müssen. Dieser gute Ruf drückt sich vor allem in der hohen Spendenbereitschaft der Bundesbürger aus, die in den letzten Jahren Milliarden von Euro sowohl für bestimmte Projekte als auch für die Arbeit der verschiedenen NGO´s als solches gespendet haben. Zweitens kommt den NGO´s der Umstand zugute, dass in ihnen zum größten Teil ehrenamtliche Kräfte arbeiten, die meist ungleich höher motiviert und mit mehr Idealismus ausgestattet sind, als Mitarbeiter anderer Organisationen. Zudem stellt die Arbeitskraft der geschätzt über 100.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor dar, von dem die NGO´s in erheblichem Maße profitieren.

Die Arbeit der verschiedenen NGO´s ist jedoch auch mit vielfältigen Problemen verbunden: Gemeinsames Kernproblem aller ist hierbei schon der Grund und der Akt der Gründung. So gut wie alle Organisationen wurden nämlich, zumeist auf idealistischen Erwägungen beruhend, gegründet um bestimmte soziale oder ethische Ziele zu verfolgen.
Diese reichen von der Unterstützung der Länder in der Dritten Welt, über die Wahrung der Menschenrechte bis hin zur Politischen Bildung der Bundesbürger. Hierbei gibt es zahlreiche Organisationen, deren „Geschäftsfelder“ sich überschneiden oder decken. Eine effektive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen findet jedoch nur begrenzt oder gar nicht statt. Zwar haben sich mehrere NGO´s in Verbünden wie dem „Bensheimer Kreis“ oder der „Arbeitsgemeinschaft privater Entwicklungsdienste“ zusammengeschlossen, dabei handelt es sich jedoch eher um lockere Interessengemeinschaften, als um ernstzunehmende Zusammenschlüsse auf Arbeitsebene. Dabei wäre es für die Schlagkraft der verschiedenen NGO´s grundlegend, sich zusammen zu tun um Synergieeffekte zu erzielen und vor allem um sich als ernstzunehmender Gesprächpartner gegenüber dem Staat zu positionieren. Dies kann nur durch den Austausch und die Vermengung von Kompetenzen erreicht werden. Angesichts der Tatsache, dass die meiste Arbeit, wie bereits erwähnt, von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet wird, kann ein solcher Austausch nur durch eine gute Organisation der verschiedenen Kompetenzen erreicht werden. Hierbei wäre es natürlich auch denkbar andere (zumindest größtenteils) unabhängige Organisationen, wie beispielsweise Institute an Universitäten einzubeziehen. Mithilfe einer solchen Vernetzung verschiedener NGO´s und ggf. anderen Instituten wäre es möglich die Reputation und die Außendarstellung aller Beteiligten noch zu erhöhen, und vor allem auch einen effektiveren Einsatz der vorhandenen Mittel zu erreichen.